Evangelisch-reformierte Kirche
Rapperswil-Jona
Anbau «Empfang» und Innerer Umbau «Begegnung»
2017-2021
Bauherrschaft: 
Evang.-ref. Kirchgemeinde Rapperswil-Jona
Planungs- und Bauzeit: 
Projektentwicklung 2017, Projektierung 2018, Ausführungsplanung 2019, Ausführung 2020-2021
Baukosten: 
CHF 4.75 Mio. (BKP 1-9)
Leistungsanteil SIA: 
100 %
Mitarbeitende: 
Anna Ebneter, David Menti, Ernst Strebel, Franz Limberger, Michael Hauri, Sandra Keyssner, Thomas Leder, Valentino Crameri
Bilder: 
Roger Frei, MSA Architekten

Die Neugestaltung des Kircheninneren macht die Nutzung flexibler, erzeugt eine harmonischere und behaglichere Raumempfindung und bringt die Haustechnik auf eine höhere Komfortstufe. Der Zubau steht im Dienste eines aktuellen kirchlichen Gemeinschaftslebens direkt an der Kirche. Im Gegensatz zum bestehenden Kirchgemeindehaus ist er ganz auf den nahen Kontext um den Gottesdienst orientiert. 

Ein leichter, eingeschossiger, U-förmiger Anbau umgreift von Westen die Eingangsseite, bildet so auch die erneuerte Adresse. Die transparente Holz- / Glasfassade steht gestalterisch einerseits im gegensätzlichen Dialog, mit dem massiven Baukörper des Bestandes und andererseits nimmt er Bezug auf den von Bäumen durchsetzten Grünräumen der westlichen und nördlichen Gartenanlagen. Formal stehen sich hier auch der feste Baukörper und der von Licht und Schatten fein gezeichnete Leichtbau respektvoll gegenüber.
Im Innern soll das Wandbild von Godi Hirschi erhalten bleiben. Im Osten wird eine geschwungene Chorwand der bestehenden Empore mit dem aufgebauten Orgelprospekt gegenübergestellt. Eine erneuerte, höhere Wandvertäfelung, erweitert mit einer seitlichen Sitzbank verbindet diese beiden Elemente zu einer neuen Ganzheit. Die Mitte dieses erneuerten räumlichen Gefässes wird von festen Bänken freigespielt und einer flexiblen Nutzung zugeführt.
Mit einer Erweiterung des nun um zwei Stufen höher gesetzten Chorbereichs wird das Wort und der Abendmahltisch näher zu den Gläubigen geführt.